Gesundheitswesen
Steuerberater für Podologen
Ein Behandlungsstuhl, zwei Steuerwelten: Wir trennen medizinisch und kosmetisch, belastbar und alltagstauglich. Medizinisch indizierte Behandlung steuerfrei, kosmetische Fußpflege steuerpflichtig: In der Podologie verläuft diese Grenze mitten durch den Terminkalender. Wir machen daraus ein System statt einer Dauerbaustelle: Terminarten, Kasse und Konten trennen die Bereiche automatisch, die Dokumentation sichert auch Behandlungen ohne Rezept ab, und Ihre Erklärungen, von der EÜR bis zur Umsatzsteuer, kommen aus einem Guss.
Schwerpunkte für Podologen
- Umsatzsteuer: medizinisch indizierte podologische Behandlungen steuerfrei, kosmetische Fußpflege steuerpflichtig
- Nachweis des therapeutischen Zwecks: ärztliche Verordnung und saubere Dokumentation
- Freiberuflich und gewerblich zugleich: getrennte Aufzeichnungen für Behandlung, Fußpflege und Produktverkauf
- Podologische Therapie auf Rezept (z. B. beim diabetischen Fußsyndrom): Kassenabrechnung und Buchführung
- Kleinunternehmerregelung und korrekte Rechnungsstellung
Ein Stuhl, zwei Steuerwelten
In kaum einer Praxis liegen steuerfrei und steuerpflichtig so dicht beieinander wie in der Podologie: oft am selben Behandlungsstuhl, am selben Vormittag, bei derselben Kundin. Die medizinisch indizierte podologische Behandlung, etwa beim diabetischen Fußsyndrom, ist als Heilbehandlung umsatzsteuerfrei. Die kosmetische Fußpflege ist es ausdrücklich nicht. Entscheidend ist nie das Etikett auf dem Flyer, sondern die konkrete Leistung am konkreten Fuß: Liegt eine Erkrankung oder Gesundheitsstörung zugrunde, oder Pflege und Wohlbefinden? Wir bauen diese Unterscheidung in Terminarten, Kassenbons und Buchführung ein, sodass die Zuordnung im Alltag automatisch passiert.
Der Nachweis: Rezept ist König, aber nicht alleinherrschend
Das ärztliche Kassen- oder Privatrezept ist der sicherste Beleg des therapeutischen Zwecks; eine bloße „Empfehlung" genügt der Finanzverwaltung nicht. Die Rechtsprechung ist einen Schritt großzügiger: Auch ohne Rezept kann die Steuerfreiheit gelingen, wenn die medizinische Indikation patientenbezogen dokumentiert ist. Genau dort entscheidet sich in der Betriebsprüfung viel Geld. Wir definieren mit Ihnen einen Dokumentationsstandard, der ohne Mehraufwand im Behandlungsablauf mitläuft: Befund, Indikation, Behandlungsziel. Drei Zeilen, die Jahre später den Unterschied machen.
Freiberuflich mit Podologenprüfung, gewerblich am Regal
Seit dem Podologengesetz werden Podologinnen und Podologen als freiberuflicher Heilhilfsberuf behandelt; die staatliche Prüfung trägt zugleich die umsatzsteuerliche Qualifikation. Der kosmetische Bereich und der Verkauf von Pflegeprodukten bleiben davon getrennt: Sie sind gewerblich geprägt und gehören auf eigene Konten, in der Gemeinschaftspraxis zusätzlich unter Beobachtung der Abfärbungsgrenzen. Wir halten die Bereiche auseinander und Ihre Erklärungen zusammen: EÜR, Umsatzsteuer, gegebenenfalls Kleinunternehmerregelung, mit tagesaktuell geprüften Schwellenwerten. Bleibt der Rahmen: Investitionen in Behandlungsstuhl, Instrumentenaufbereitung und Hygiene verteilen wir über die Abschreibung planbar auf die Jahre, und Ihre Rechnungen erhalten je Bereich die richtige Form: ohne Steuerausweis für die Heilbehandlung, mit Ausweis für Kosmetik und Verkauf. So entsteht Schritt für Schritt ein System, das auf Rückfragen der Finanzverwaltung vorbereitet ist und im Alltag niemanden aufhält: Sie behandeln die Füße Ihrer Patientinnen und Patienten, wir behandeln die Zahlen dahinter.
Trenn-Checkliste
- Terminarten „medizinisch" / „kosmetisch" bereits im Kalender unterscheiden
- Rezepte ablegen, Indikation ohne Rezept in drei Zeilen dokumentieren
- Eigene Warengruppen an der Kasse: Behandlung, Fußpflege, Produktverkauf
- Getrennte Erlöskonten: Grundlage für Umsatzsteuer und Gewinnermittlung
Beispiel aus der Beratungspraxis
Hypothetisches Beispiel: Eine Podologin behandelt vormittags Verordnungspatienten mit diabetischem Fußsyndrom und bietet nachmittags kosmetische Fußpflege an. Herausforderung: identische Räume, identische Instrumente, aber zwei Steuerwelten mit Nachweispflichten. Passende Leistung: Trenn-System aus Terminarten, Kassenwarengruppen und Drei-Zeilen-Dokumentation. Angestrebter Nutzen: eine gut dokumentierte Steuerfreiheit des medizinischen Bereichs. Nächster Schritt: Erstgespräch mit dem aktuellen Leistungskatalog.
Häufige Fragen
Steuerfrei ist die medizinisch indizierte podologische Behandlung, etwa beim diabetischen Fußsyndrom oder anderen krankheitsbedingten Beschwerden. Die kosmetische Fußpflege zum Wohlfühlen oder zur Pflege gesunder Füße ist dagegen ausdrücklich steuerpflichtig. Weil beide Leistungen oft am selben Stuhl stattfinden, entscheidet die Einordnung des einzelnen Termins: Indikation und Behandlungsziel gehören deshalb kurz dokumentiert, die Erlöse getrennt erfasst.
Ja, das ist möglich: Die Rechtsprechung verlangt kein Rezept als einziges Beweismittel; auch andere medizinische Feststellungen können den therapeutischen Zweck belegen. Praktisch heißt das: Ohne Verordnung dokumentieren Sie patientenbezogen Befund, zugrunde liegende Erkrankung und Behandlungsziel. Eine bloße Behandlungsempfehlung genügt der Finanzverwaltung allerdings nicht; das Kassen- oder Privatrezept bleibt der einfachste und sicherste Nachweis.
Ja, nicht mit zwei Kassen, aber mit klaren Linien in einer: eigene Warengruppen für medizinische Behandlung, kosmetische Pflege und Produktverkauf, dazu getrennte Erlöskonten in der Buchführung. So entstehen die Nachweise für Umsatzsteuer und Gewinnermittlung automatisch im Tagesgeschäft. In der Gemeinschaftspraxis schützt dieselbe Trennung zusätzlich vor bösen Überraschungen bei der Gewerbesteuer, weil sich die Bagatellgrenzen nur so überwachen lassen.
Ein Kassen- oder Privatrezept ist der sichere Nachweis des therapeutischen Zwecks; eine bloße mündliche oder formlose „Empfehlung" genügt der Finanzverwaltung dagegen nicht. Ganz ohne Rezept ist die Steuerfreiheit nicht ausgeschlossen: Dann muss die medizinische Indikation patientenbezogen dokumentiert sein, etwa mit Befund, Diagnosebezug und Behandlungsziel. Wir definieren dafür einen Drei-Zeilen-Standard, der im Behandlungsablauf mitläuft und bei Rückfragen der Finanzverwaltung als Nachweis dient, ohne Ihren Tag zu verlängern.
Nein, eine Kasse genügt, wenn sie richtig eingerichtet ist: mit eigenen Warengruppen für medizinische Behandlung, kosmetische Fußpflege und Produktverkauf sowie getrennten Erlöskonten in der Buchführung. So entstehen die Nachweise für Umsatzsteuer und Gewinnermittlung automatisch beim Kassieren. Wichtig ist die konsequente Zuordnung jedes Termins von Anfang an; nachträgliches Sortieren ist fehleranfällig und teuer. Wir richten Kasse und Kontenrahmen einmal passend ein und schulen Ihr Team kurz auf die Systematik.
Bei Podologiepraxen hilft der Leistungskatalog samt Aufteilung in medizinisch und kosmetisch. Für die Ersteinschätzung genügen wenige Dinge: die letzte betriebswirtschaftliche Auswertung oder der letzte Steuerbescheid, ein Überblick über Ihre Leistungsbereiche und, falls vorhanden, die aktuelle Kontenübersicht. Für die Übernahme der laufenden Betreuung erhalten Sie von uns eine kurze Checkliste; Vollmachten und Datenzugänge richten wir gemeinsam ein. Papierordner müssen Sie nicht schleppen: Alle Unterlagen können Sie digital einreichen.
Ja. Belege reichen Sie digital ein, Auswertungen erhalten Sie elektronisch, Besprechungen führen wir wahlweise per Video, Telefon oder vor Ort. Dadurch ist die Betreuung nicht an den Kanzleistandort gebunden; entscheidend ist die Branchenkenntnis, nicht die Postleitzahl. Ob sich Termin- und Kassendaten Ihres Systems übernehmen lassen und welche Werkzeuge konkret zum Einsatz kommen, prüfen wir bei der Einrichtung gemeinsam mit Ihnen.
Der Anteil kosmetischer Leistungen wirkt sich bei Podologiepraxen auf den Umfang aus. Die Vergütung folgt der Steuerberatervergütungsverordnung und hängt von Gegenstandswerten, Leistungsumfang und Aufwand ab; für laufende Leistungen sind Pauschalvereinbarungen möglich. Ein belastbares Angebot bekommen Sie nach dem Erstgespräch; dafür reichen letzte Auswertung, Beleganzahl und gewünschte Bausteine. Fantasie-Festpreise ohne Blick auf Ihre Praxis halten wir nicht für seriös.
Ihr nächster Schritt
Medizinisch oder kosmetisch: Wir ordnen Ihr Leistungsspektrum im Erstgespräch gemeinsam ein. Nach Ihrer Anfrage erhalten Sie eine Eingangsbestätigung; anschließend meldet sich Ihre feste Ansprechperson. Noch in der Orientierung? Die häufigsten Fragen beantworten wir direkt oben auf dieser Seite.
Netzwerke
Ein starkes Partnernetzwerk für Ihre Steuerberatung
Für eine moderne und effiziente Beratung setzen wir auf bewährte Systeme wie DATEV – leistungsfähig, sicher und stets am Puls der Zeit. Zugleich sind wir als Mitglieder der Steuerberaterkammer Westfalen-Lippe sowie des Steuerberater-Verbandes e.V. Köln bestens vernetzt und fachlich stets aktuell informiert. So verbinden wir digitale Kompetenz mit fundierter Beratung – zu Ihrem Vorteil.
Was Kunden sagen
Rejhan Ibiska
Absolut toller Service. Sehr schnell auffindbar. Die Location war angenehm und willkommend. Nach einem schönen Empfang wurde präzise und zielorientiert Beraten. Die professionelle Art und verständliche Ausdrucksweise haben beim Verständnis meiner zukünftigen Planungen sehr geholfen. (Also kein Fachchinesisch) Sehr zufrieden und empfehlenswert.
Ganze Bewertung lesenFranz Josef Becker
Schnell wurde ein persönliches, vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut. Die Beratung war konstruktiv, kompetent und das Ergebnis letztlich erfolgreich. Das Preis- Leistungsverhältnis ist in Ordnung und angemessen. Tekin und Partner kann ich bedenkenlos weiter empfehlen
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Timo Jens Vogel
Ein sehr gutes Steuerbüro, welches seit Beginn unsere gesamten betrieblichen, steuerlichen Vorgänge abwickelt. Es wird sehr viel Wert auf Details und Genauigkeit gelegt, wodurch sehr präzise Ergebnisse entstehen. Wir freuen uns auf eine zukünftige partnerschaftliche Zusammenarbeit und bedanken uns für die gute Arbeit.
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Peter Fischer
Das Steuerberater Unternehmen Tekin + Partner, übernahm vor zwei Jahren die die Geschäfte von Frau Brigitte Korpok als Nachfolger. Mit Herrn Tekin und Herrn El Ayouchi befinden sie sich in sehr Fachkompetenten Händen, die ihnen in allen Steuerrechtlichen Fragen mit hohem Niveau zur Seite stehen. Auch die Mitarbeiter, sind sehr freundlich und zuvorkommend, und stehen einem, mit Rat und Tat, und mit vollster Zufriedenheit zur Verfügung. Alles in allem ein großartiges Unternehmen, was ich gerne weiter empfehlen möchte. Lieben Gruß Peter Fischer
Ganze Bewertung lesenMichael Philipp
Wir fühlen uns hier gut aufgehoben. Für Fragen ist immer ein offenes Ohr vorhanden. Schnelle Reaktionszeiten. Alles prima. Klare Empfehlung.
Ganze Bewertung lesenFlorian
Super Steuerberater! Von der Firmengründung bis zum Aufbau der Niederlassung stets an meiner Seite gewesen. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Vielen Dank!
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